Tach, die Damen und Herren.
Ich hatte kürzlich auf Bitten vom Fighters-Mag einen FLASHBACK-Bericht geschrieben, der allerdings fürn Sack war, denn ausgerechnet diese Party musste natürlich Markus W. quasi ZEITGLEICH verfassen...wie doof ist das denn? da gibt es tausende von Veranstaltungen, aber zwei Kranke suchen sich unwissend voneinander (das hoffe ich jedenfalls, sonst gibbetz nachträglich Haue!!) die selbe Party zu einem Bericht zur SELBEN ZEIT aus?
Wenn einer von Beiden vier Wochen eher geschrieben hätte, wäre die doppelte Arbeit nicht notwendig gewesen, aber so...?
Egal. Ich wollte diesen Bericht dem geneigten Leser nicht vorenthalten und packe ihn somit samt Bildern in unseren News-Bereich, da hier ansonsten sowieso tote Hose ist.
Hier also der Bericht aus der "SENDUNG mit der MAUS":
IKM-Treffen in Wiesmoor 2002
Hallo Herr Meyer…
Ja, Sie, genau Sie! Sie
können sich doch bestimmt noch an uns erinnern, oder nicht? Wir waren es, die
ihrem kleinen idyllischen Ort ein abwechslungsreiches Wochenende mit Bier,
Würstchen und vor allem viel Gummi bescherte.
Wissen Sie das nicht mehr?
Sie wollten uns doch schon im Vorfeld behilflich sein, eine bessere Fläche für
kommende Treffen zu finden. Leider haben wir nach dem leicht verregneten Wochenende im August 2002 nichts mehr von
Ihnen gehört…zumindest nicht bezüglich eines neuen Veranstaltungsorts…woran das
wohl liegt?
Aber wer ist eigentlich Herr Meyer?
Herr Meyer ist der
Bürgermeister in einer kleinen ostfriesischen Stadt mit Namen Wiesmoor. Er ist
ein netter Mann. Gerne besuchte er das Treffen der Motorradfahrer, die immer
das Hinterrad mit gezogener „Handbremse“ durchdrehen lassen. Ja, das ist die
Gesellschaft mit den lustig, bunten Motorrädern, die Gesellschaft, die gerne
laaaange feiert – bis tief in die Nacht hinein.
Er brauchte für die vielen
Besuche auch gar nicht weit fahren, denn
die alte ausgediente Kaserne in Hinrichsfehn kannte er ja, die lag ja nur einen
Katzensprung von seinem Zuhause entfernt.

Regelmäßig schaute er zu
später Stunde nach dem Rechten und war besorgt, das die Motorräder Schaden
nehmen könnten. Er konnte sich gar nicht vorstellen, das so ein Motor jenseits
der 12K Umdrehungen diese Belastungen ohne bleibenden Schaden überstehen könnte
– und das eigentlich rund um die Uhr…Dochdoch, Herr Meyer, das kann so ein
Motor, das können sogar viele Motoren, wie es Ihnen spätestens jetzt wieder
einfallen sollte…Sie erinnern Sie sich, ich weiß es genau!
Herr Meyer war sehr erstaunt,
wozu denn gleich an ganzer LKW mit alten Motorradreifen gut sein sollte…Irgendwie
war ihm das nicht klar.
Doch nachdem er einen Blick
in die leerstehende Kaserne geworfen hatte, fiel es ihm wie Gummi von der Wand:
„Ach so, DAFÜR die vielen Reifen!?“ stutzte Herr Meyer. Offensichtlich braucht
man nur ein Motorrad und viele alte Reifen, um Boden, Wände entsprechend zu
verkleiden.
Herr Meyer hat das BURNOUT – Syndrom
Und da waren ja nicht nur in
den Kasernenstrassen Motorräder, die sogenannte BURNOUTS vollzogen, sondern
eigentlich überall da, wo ein Motorrad festen Boden fand, um Gummi mittels
eines modifizierten OTTO-Motors in einen anderen Aggregatzustand wechseln zu
lassen – also auch in den offen zugänglichen Räumen der Kaserne. Hach, was
qualmte das schön aus den nicht mehr vorhandenen Fenstern…und überall das
schöne Gummi…sogar an den Decken. „Und das macht man alles mit diesen, wie
heißt das? BURNOUTS?“ fragte Herr Meyer.

Das Wort „BURNOUT“ kannte
Herr Meyer bisher nur in einem anderen, medizinischen Zusammenhang und es wurde
Ihm jetzt ganz warm ums Herz.
Jetzt, wo er wusste, wozu
die vielen Reifen gebraucht wurden, stand er vor Rührung den Tränen nahe, oder
sollten die feuchten Augen einen anderen Grund gehabt haben? Ich weiß es nicht
ganz genau, aber ich glaube, dass Herr Meyer von einer Kaserne und den damit
verbundenen militärischen Aktivitäten schlimmeres gewöhnt ist. Trotzdem
beschleicht mich das Gefühl, dass diese neue Art der Partygesellschaft ihm
dauerhaft nicht so recht gefallen könnte, aber oft täuscht der erste Eindruck,
das weiß auch Herr Meyer.
Nachts musste Herr Meyer viel telefonieren.
Da waren am anderen Ende der
Leitung viele Anwohner, die sich nach den merkwürdigen Geräuschen, die das
idyllische Wiesmoor durchdrang, erkundigen wollten.. Einige befürchteten einen
Einmarsch des Feindes und bestellten bei Ihrem Bürgermeister, dem Herrn Meyer,
gleich die Bundeswehr, damit diese das besetzte Gelände räumen sollen.
Doch Herr Meyer ließ sich nicht beeinflussen. „Das sind doch alles nette Leute,
die nur gemütlich feiern wollen“, entgegnete er den Anrufern. Und da hat er
recht, der Herr Meyer.
Ein kleiner Hinweis auf das
eine, etwas zu laute Motorrad genügte und es wurde SOFORT der Zündschlüssel auf
„off“ gedreht. Herr Meyer hatte einen guten Ruf bei der Partygesellschaft. Er
war eben ein netter Mann.
So, oder so ähnlich muss es
wohl gewesen sein, denn die Bewohner von Wiesmoor kamen dann doch noch zu ihrem
wohlverdienten Schlaf, ohne dass die Bundeswehr anrücken musste.
Und dann kam der Sonntag
Herr Meyer war früh Morgens
auch wieder da. Er bestellte an der noch offenen Bierbude erstmal ein frisch
gezapftes Friesenpilz, denn das hatte er sich verdient. Er lauschte dabei
verträumt der zarten Melodie einer endtopflosen V-MAX, die bei einem letzten BURNOUT
direkt in den Bierpilz hinein ejakulierte.
Den Blick in die Ferne
schweifend stand er da, restlos dankbar für das erlebnisreiche Wochenende und
den neu gelernten Erkenntnissen in Sachen gummierte Oberflächentechnik.
Herr Meyer schien auch irgendwie glücklich über jeden abreisenden
Motorradfahrer zu sein, alles hatte genauso geklappt, wie er sich das
vorgestellt hat…fast genauso…
Na, sehen Sie, Herr Meyer,
so schön und wertvoll kann ein Motorradtreffen in Ostfriesland sein! Warum
nicht öfters?
Geschichtenerzähler: MAXX
Bilderbüchlein: NOBELSCHRÖDER (THX, MAN!)